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Was sind die Vorteile von Smart Building und IoT? Konventionelle Gebäudeautomation vs. Smart Building Assistant

14.02.2022

Was sind die Vorteile von Smart Building und IoT? Konventionelle Gebäudeautomation vs. Smart Building Assistant Der Ausdruck «smart» ist in aller Munde und wird schon fast inflationär für alles verwendet, was irgendwie digital kommunizieren kann. Doch was ist «smart»? Was bedeutet das für Gebäude? Und sind intelligente Gebäude und Infrastrukturen wirklich effizienter und wertvoller als herkömmlich automatisierte Gebäude? Wir erklären es.

Was ist ein Smart Building?

Einfach gesagt: Alle Kommunikationsschnittstellen des Gebäudes laufen zentral zusammen um Datenzusammenhänge zu erkennen und werden über ein Single-Point-of-Information (wie z.B. Eliona) nutzergerecht aufbereitet und per UX zur Verfügung gestellt.

1) On/Off. Isoliert eingesetzte Systeme ohne Kontroll oder Analysemöglichkeit.

2) On/Off per App. Isolierte Systeme mit der Fähigkeit, ihr eigenes Verhalten zu steuern und ihre eigenen Daten zu betrachten.

3) On/Off plus Lesen der Daten an zentraler Stelle.Die Systeme werden nach wie vor isoliert eingesetzt, wobei die Integration zwischen ihnen, die Datenextraktion, die Erfassung von Daten und die Anzeige von Analysen an einem zentralen Ort vorgenommen werden.

4) On/Off mit UX und bidirektionalem Datenaustausch. Gebäude-UX definiert die Technologieerfahrung, Systeme werden nach ihrem Nutzen und ihrem Beitrag zur Vision ausgewählt. Die Integration ermöglicht eine Zwei- Wege-Kommunikation, die eine einheitliche Steuerung im Gebäude und über mobile Apps sowie eine zentrale Analyse ermöglicht.

5) On/Off mit UX und bidirektionalem Datenaustausch über zentrales Datagateway. Gebäude-UX definiert die Technologieerfahrung, Geräte werden nach ihrem Nutzen und Beitrag zur Vision ausgewählt. Data Gateway kommuniziert mit einer einzigen Schicht, die eine einzige Gebäudeschnittstelle bereitstellt. Die Komponenten sind so konzipiert, dass sie im Laufe der Zeit leicht aufgerüstet werden können.

Nehmen wir als konkretes Beispiel ein Sitzungszimmer und die Analyse der Parameter Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Präsenz:

Konventionelles Raummonitoring – Die konventionell verkabelten Sensoren werden an das Gebäudeleitsystem angeschlossen und im Expertensystem ausgelesen. Die Reise der Daten endet im Datensilo und kann nicht weiter verarbeitet werden. Grob vereinfacht veranschlagen wir für den Sensor, den Verkabelungsaufwand und das Engineering ca. CHF 2’500.

Raummonitoring per IoT und Smart Building Assistant – Der kabellose und variabel positionierte IoT-Sensor sendet die Daten über ein zentrales Gateway an den Smart Building Assistant. Grob vereinfachte Kosten: CHF 100 für den Sensor, CHF 100 für das Gateway und Abokosten für die Smart Building Software von CHF 100/Monat.

Kalkulatorisch betrachtet hat sich das konventionelle Raummonitoring nach rund 2 Jahren amortisiert und ist im Vergleich zur IoT-Lösung im längerfristigen Betrieb günstiger. Theoretisch.

Im Unterschied zur klassischen Gebäudeautomation wird im Smart Building das grosse Ganze betrachtet und in übergeordneten Businessprozessen gedacht. Zudem spielt der konkrete Nutzen für den Enduser eine zentrale Rolle. Die Daten enden nicht im Silo sondern können an den Endnutzer weitergegeben werden. Ein Mitarbeiter kann nun die Behaglichkeit des Sitzungszimmers überprüfen und Massnahmen ohne Expertensystem ableiten oder die Belegung des Sitzungszimmers abrufen (besetzt/frei).

Indirekte monetäre Mehrwerte schlagen dabei zu Buche. Eingebunden in das gesamte Ökosystem einer Infrastruktur können so viele Prozesse vereinfacht werden und dabei die Zufriedenheit der Mitarbeiter oder Kunden wesentlich gesteigert werden – was wiederum die Effizienz und Leistung erhöht.

Das Raummonitoring ist nur ein Beispiel unter vielen. Innerhalb eines smarten Gebäudes können die Werte verschiedener Assets signifikant gesteigert und auf Zielgruppen massgeschneidert angewendet werden. Die folgende Grafik zeigt nur einige der möglichen Beispiele, die auch z.B. in Eliona abgebildet werden.